Oberbürgermeisterwahl

Liebe Norderstedterinnen und Norderstedter,

ich stelle mich Ihnen als Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters in Norderstedt vor.

Seit meiner Geburt im Jahr 1969 wohne ich in Garstedt / Norderstedt. Ich kenne die Vorzüge unserer Stadt, aber auch die Probleme, und möchte mich aktiv den Chancen Norderstedts widmen.

Seit meinem Abitur und einer abgeschlossenen Ausbildung als Bankkaufmann bin ich mit unserem Familienunternehmen selbständig und geschäftsführend tätig.

Im Jahr 2013 gründete ich gemeinsam mit anderen Norderstedtern die Wählergemeinschaft Wir in Norderstedt, kurz WiN. Wir überzeugten inhaltlich und wurden als viertstärkste Kraft mit drei Mandaten in die Stadtvertretung gewählt. In meinen letzten vier Jahren intensiver politischer Arbeit, in verschiedenen Ausschüssen, als Aufsichtsratsmitglied der EGNO und als Fraktionsvorsitzender der WiN, habe ich einen tiefen Einblick in die Verwaltungsstrukturen Norderstedts bekommen. Sowohl meine politische Arbeit als auch meine geschäftsführende Tätigkeit bilden die Grundlage für eine erfolgreiche Amtsführung als Oberbürgermeister, in der ich die Beschlüsse der Politik umzusetzen und die städtische Verwaltung zu leiten habe.

Meine Aufgabe sehe ich zudem darin, die Politik zu veranlassen, deutlich schneller als in der Vergangenheit wichtige politische Themen zu diskutieren und Beschlüsse zu fassen. Nur so können notwendige Maßnahmen zeitnah umgesetzt werden. Wir müssen weg von einer Verwaltung der Probleme, hin zu einer schnellen Umsetzung von Lösungen. Sie als Norderstedterinnen und Norderstedter sollten dabei stärker in den Findungsprozess eingebunden und Ihre Wünsche berücksichtigt werden.

Ich möchte diese Aufgaben für unsere Stadt Norderstedt übernehmen und bitte Sie dafür am 5. November 2017 um Ihr Vertrauen und Ihre Stimme.

Reimer Rathje

Hohe Lebens- und Wohnqualität

Jede Norderstedterin und jeder Norderstedter wünscht sich eine hohe Lebens- und Wohnqualität sowohl in Form von adäquatem Wohnraum als auch durch eine Vielzahl von Freizeiteinrichtungen und Grünflächen zur Erholung. Gleichzeitig lösen neue Wohnquartiere und Nachverdichtungen Proteste in der Nachbarschaft aus. Bereits heute mit 80.000 Einwohnern stehen wir vor Herausforderungen bezüglich ausreichender Kindergartenplätze, dem Ausbau der Ganztagsschulen, geeigneter Flächen für Sporthallen und -plätze sowie unseres Straßennetzes.

Norderstedt kann ohne Einschränkung der Lebensqualität nicht auf mehr als ca. 85.000 Einwohner wachsen.

Wir erweitern bereits unsere Wohnquartiere im Garstedter Dreieck, Grüne Heyde, Frederickspark und die „Hamburger Flächen“ an der Ulzburger Str. / Quickborner Str.. Damit ist die Kapazität von 85.000 Einwohnern erreicht.

Stärkung der Bildungseinrichtungen

Die neueste Schulentwicklungsplanung hat erheblichen Handlungsbedarf aufgezeigt. Die Kapazitäten im Bereich der Grundschulen sowie der weiterführenden Gemeinschaftsschulen und Gymnasien sind schnellstens zu erweitern.

In Bezug auf die Kindergartenplätze ist nachhaltiges Handeln erforderlich. Dieses bedeutet nicht nur, die Zahl der Kindergartenplätze zu erhöhen, sondern auch das erforderliche Personal verstärkt in Norderstedt auszubilden und solche Arbeitsbedingungen zu schaffen, dass diese so dringend benötigten Fachkräfte in Norderstedt bleiben.

Fluglärmreduzierung

Studien belegen: Fluglärm macht krank! Das kann keiner wegdiskutieren.

Die Stadt Hamburg hat zum Schutz der eigenen Bürger verfügt, dass alle Starts über Norderstedt erfolgen sollen.

In 2016 führte dies zu folgender Verteilung der Starts:

über Norderstedt      32.567 Starts (71 %)
über HH-Alsterdorf     1.426 Starts (3 %)

Nur eine gleichmäßige und gerechte Verteilung der Flugbewegungen über alle vier Start- und Landebahnen kann eine übermäßige Lärm- und Emissionsbelastung der Norderstedterinnen und Norderstedter vermeiden.

Norderstedt – und nicht Hamburg – muss über seinen Luftraum bestimmen!

Mobilität im Wandel

Das Straßennetz ist nicht beliebig erweiterbar, so dass der Fokus auf den Ausbau der Fahrradwege und des ÖPNV zu legen ist. Die Verlängerung der U1 nach Henstedt-Ulzburg ist mit hoher Priorität zu sehen, um den Durchgangsverkehr von und nach Hamburg zu reduzieren. Generell können Verkehrsprobleme nicht nur von Norderstedt alleine gelöst werden, sondern nur im engen Zusammenspiel mit allen benachbarten Städten und Gemeinden.

Transparenz bei der Geschwindigkeitsüberwachung

Geschwindigkeitskontrollen („Blitzen“) an Straßen mit Lärmschutzwänden (z.B. Oadby-and-Wigston Str. und Poppenbütteler Str.) ist den Bürgerinnen und Bürgern schwer zu vermitteln, erinnert an „Abzocke“ und dient nicht der Verkehrssicherheit und dem Lärmschutz.

Ganz anders vor Schulen und in anderen sensiblen Straßenabschnitten. Dort sind Kontrollen geboten und sinnvoll.

Stärkung der Wirtschaft

Die Wirtschaft in Norderstedt findet beste Bedingungen vor, die stetig überprüft und verbessert werden müssen. Neue Gewerbegebiete sind mit Augenmaß einzurichten. Nicht jede Erweiterung wirkt sich positiv aus. Neue Gewerbegebiete bedeuten weniger Grün-und Erholungsflächen und mehr Verkehrsbelastung in Norderstedt. Gleichzeitig müssen die Einnahmen Norderstedts zu einem großen Teil an den Kreis und das Land abgegeben werden. Bereits im Jahr 2018 verliert Norderstedt voraussichtlich ca. 66 Mio. Euro der Steuereinnahmen in den Finanzausgleich.

Deshalb gilt: Mehr Wirtschaft – mehr Arbeitsplätze – aber keine unkontrollierte Erweiterung.

Kostenfreies Parken / Park and Ride

Kostenfreie Parkplätze fördern das Umsteigen der Pendler auf den ÖPNV und stärken die Nahversorgungszentren wie z.B. Schmuggelstieg, Meilenstein und Harksheider Markt, die gerade auch für unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger so wichtig sind.

Diskutieren wir die Zukunft unserer Stadt gemeinsam!