Pressemitteilung 2017-02

Die WiN-Fraktion sieht einen dringenden Diskussionsbedarf bezüglich der Radar-Geschwindigkeitsmessung in unserer Stadt.

Zahlreiche Ansprachen und Beschwerden, gerichtet an unsere Fraktion, belegen, dass die Praxis von einem Teil der Norderstedter Bevölkerung nicht verstanden und somit nicht akzeptiert wird.

Besonders kritisch wird die neue ganztägige 30 km/h-Zone in der Poppenbütteler Straße gesehen.

Eine 30 km/h -Zone im Bereich des Schulzentrum Süd wird ausdrücklich befürwortet. Nicht zu verstehen ist allerdings die Einrichtung eines Lärmschutzbereiches, wenn in diesem Abschnitt bereits einseitig eine Lärmschutzwand gebaut wurde. In diesem Bereich werden also die Bewohner 2-fach geschützt, während stärker betroffene Gebiete nicht berücksichtigt werden. Diese Abschnitte findet man aber in jeder Straße mehrfach vor.

Das zweite Beispiel ist die Verlängerung der Oadby-and-WigstonStr. . Im Bereich der Unterführung befindet sich eine Lärmschutzwand , vor der ein stationärer Blitzer aufgebaut ist. Beinahe wöchentlich wird auch noch mit dem mobilen Einsatzwagen die Geschwindigkeit gemessen.

Der geäußerte Verdacht vieler Bürger/-innen, dass die Investitionen schnellstmöglich verdient werden sollen, ist nachvollziehbar.

Diskussionsbedarf sehen wir auch im Bereich Niendorfer Straße Höhe Grundschule. Ab 22 Uhr sind aus Lärmschutzgründen nur 30 km/h erlaubt, während gleichzeitig bis nach Mitternacht über diesen Bereich Flugzeuge starten und landen mit bis zu 90 Dezibel. Diesen Widerspruch müssen wir ausräumen im Sinne der Anwohner.

Die WiN-Fraktion wird in den nächsten Sitzungen das Gespräch mit den anderen Fraktionen suchen, um die Widersprüchlichkeiten und die berechtigten Unmut der Bevölkerung zu diskutieren.

Nicht zu diskutieren ist die Einhaltung und Kontrolle der Geschwindigkeiten im Stadtgebiet, aber nur die Art und Weise.

15. August 2017